Projektergebnisse
Die Arbeitsgruppe der Gruppe Zulieferer konnte seit Beginn des Projekts Automotive Suppliers Tver schon einige Ziele erreichen. Beispielsweise wurde in der zweiten Hälfte des Jahres 2008 und zu Beginn des Jahres 2009 Kontakt zu mehreren Unternehmen, welche als Automobilzulieferer tätig sind, aufgenommen.
Im Zuge dieser Kontaktaufnahme wurde eine Befragung der Zuliefererunternehmen vollzogen. Anhand dieser Ergebnisse konnte die Arbeitsgruppe Informationen über die Standortwahl der Unternehmen im Ausland und die damit verbundenen Ansprüche ermitteln. Auch wurden dabei die Erfahrungen von deutschen Unternehmen, welche bereits in Russland tätig sind, abgefragt. Eine Datenbank, die Auskunft darüber gibt, welche Unternehmen mit einem Standort in Russland vertreten sind, und welche nicht, wurde erstellt. In dieser Datenbank sind die Tätigkeit, der Hauptsitz bzw. Sitz der Abteilung, die für die Auslandsaktivitäten zuständig ist, Ansprechpartner und gegebenenfalls die Adresse in Russland aufgeführt.
Des Weiteren wurde durch die Arbeitsgruppe der Zulieferer eine Marktanalyse über den russischen Automobilmarkt angefertigt und es wurden mehrere interessante zukünftigen Vorhaben der Zuliefererindustrie in Russland ermittelt.
Zudem wurden Argumente für eine Investition in Russland gesammelt, nachstehend einige Beispiele der gesammelten Argumente:
- Russland könnte potenziell mehr als 30% des Wachstums des Automobilmarktes der BRIC-Staaten im Laufe der nächsten acht Jahre beitragen.
- Bis 2010 kann der Umfang des Komponenten Marktes
von 32.7 Milliarden $ im Jahr 2007 auf 51.5 Milliarden $ wachsen.
- Der Sekundärmarkt wird in den nächsten Jahren mit einer Rate von 12-15% stetig weiter wachsen und wird bis 2010 eine Höhe von
36.7 Milliarden $ erreichen.
Im Mai des Jahres 2009 besuchte die Gruppe die Messe Interpart in Karlsruhe, auf der mehrere Zulieferer der Automobilbranche vertreten waren. Hierbei befragte die Arbeitsgruppe direkt die Ansprechpartner der Unternehmen zu ihren zukünftigen Vorhaben, ihren Vorstellungen, Befürchtungen oder schon gemachten Erfahrungen im Osteuropäischen Ausland, besonders im Bezug auf Russland.
Projektleiter Herr Jürgen Raizner konnte im Zuge des Projekts auch schon einige Erfolge verbuchen, zum Beispiel konnte im Januar dieses Jahres mit dem Gouverneur von Tver eine Absichtserklärung unterzeichnet werden, mit welcher die grundlegende Zusammenarbeit beschlossen wurde.
Auch ist das Steinbeis-Transferzentrum, mit welchem die Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen an diesem Projekt zusammenarbeitet, seit Juni 2009 der offizielle Vertreter des Oblasts Tver in Deutschland.
Des Weiteren konnte schon das Interesse einiger Unternehmen geweckt werden sich über den Standort Tver und den damit verbundenen Vorteilen zu informieren.
Jedoch kann bis zu diesem Zeitpunkt noch keine weitergehende Kooperation bekanntgegeben werden.